Liebe und Sex am Arbeitsplatz
Liebe und Sex am Arbeitsplatz

Liebe und Sex am Arbeitsplatz…ein schwieriges Thema. Damit ist jetzt natürlich nicht Sex direkt am Arbeitsplatz gemeint – auch wenn das mitunter vorkommen soll… Vielmehr geht es um das von den Vorgesetzten nicht gern gesehene und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerne übertretene Gebot, Arbeit und Privates möglichst zu trennen. Das blumige Sprichwort „Ist Dir deine Ruhe lieb, vögel niemals im Betrieb“ kommt nicht von ungefähr: Häufig ziehen kleine Liebschaften größere Kreise als allen Beteiligten lieb ist – gerade, wenn es nicht mehr so gut läuft, kann sich das, je nach Arbeitszusammenhang, atmosphärisch auf das ganze Team sowie die Arbeitsleistung auswirken.

Die meisten Affairen finden früher oder später ihr Ende (wenn sie sich nicht zu ausgewachsenen Beziehungen entwickeln) – und dann muss man weiterhin gut zusammenarbeiten  können. Aber geht das überhaupt?

Fruchtbarer Acker statt verbrannte Erde

Natürlich geht das. Es muss. Pauschale Antworten und Handlungsanweisungen sind in diesem Zusammenhang selbstverständlich fehl am Platz. Zu verschieden sind die Menschen und ihre Beziehungen. Eine Affaire mit einer Kollegin oder einem Kollegen ist nicht perse verkehrt – nicht selten funktioniert es sogar ganz gut. Aber es gibt doch einige allgemeine Punkte, über die man in diesem Zusammenhang sprechen sollte.

Wenn es sich nicht vermeiden lässt, wenn die körperliche Anziehungskraft größer ist als die Stimme der Vernunft, sollte am besten gleich zu Beginn offen über alles gesprochen werden: Wie verhalten wir uns am Arbeitsplatz? Wie werden wir versuchen miteinander umzugehen, wenn die Affaire ein Ende findet? Weihen wir das Team ein oder nicht? Wenn zumindest in diesen und anderen ähnlichen Fragen Einigkeit besteht, ist das schon mal ein wichtiger Schritt (wenn auch kein Patentrezept).

Und noch ein Tipp: Kristallisiert sich ein großes Problem heraus, versuchen Sie, einen offenen Umgang mit der ganzen Sache zu finden. Ist es für Sie vorübergehend nicht tragbar, mit der (Ex-)Affaire direkt zusammenzuarbeiten, reden Sie miteinander und ggf. auch mit dem Chef oder der Chefin. In einigen Fällen empfiehlt es sich auch, eine externe Person zu Rate zu ziehen, die einen kompetenten und objektiven Blick auf die häufig verworrenen Zustände hat.

Verbrannte Erde nutzt niemandem! Lassen Sie es nicht so weit kommen…

In diesem Sinne, Ihre Katharina Vetter

Business affairs: Take it or leave it?