diktatorischer Führungsstil
Der Wolf im Schafspelz

Chef sein ist nicht einfach. Um gut zu führen und erfolgreich zu arbeiten, sollten die „richtigen Entscheidungen“ getroffen und ein „adäquater Führungsstil“ gepflegt werden. Aber was sind die richtigen Entscheidungen und wie werden sie getroffen? Und was ist ein adäquater Führungsstil? Das kann man pauschal natürlich nicht beantworten. Dennoch gibt es einige grundsätzliche Führungsmethoden, die sich im beruflichen Alltag bewähren – und einige, die eher das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung erzielen. Letztere wollen wir hier kurz genauer betrachten.

Aus Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es – neben dem subjektiv als unfähig empfundenen Chef – vor allem zwei Arten von Vorgesetzten: Diejenigen, die aufgrund ihrer Leistung und ihres Führungsstils Respekt ernten und geachtet werden und dann solche, die wegen ihres autoritären Auftretens und Handelns bei den Angestellten weniger gut angesehen oder gar gefürchtet werden – was in der Regel ungünstige Auswirkungen auf das Betriebsklima und die Teamleistungen hat.

Diktatur vs. Fordern und Fördern

Im Groben kann man „Diktatoren-Typen“ unterscheiden: Die einen geben sich keine Mühe, ihren diktatorischen Führungsstil zu verbergen und halten ihn – aus welchen Gründen auch immer – für richtig. Der andere Typus hingegen gibt sich verständig und hat ein offenes Ohr für das Team. Aber kaum schließt sich die Türe, werden die scheinbar aufgenommenen Inhalte gelöscht wie unliebsame Emails. Sprüche wie „Kommen Sie damit noch einmal auf mich zu“ oder „Das sind Projekte, die wir später einmal in Angriff nehmen können“ erwecken den Eindruck, dass grundsätzlich Offenheit für Sorgen oder neue Ideen herrscht. Aber in Wahrheit äußert sich darin der Widerwille, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die nicht auf der eigenen Agenda stehen. Und das bleibt mit der Zeit natürlich nicht unbemerkt. Diese unsichtbaren Diktatoren sind nicht weniger gefährlich für das Betriebsklima als die offenen. Auf Mitarbeiterseite sinkt nach und nach die Motivation und Frust macht sich breit. Dies ist eine fatale Entwicklung. Denn neben den angebotenen Produkten und Dienstleistungen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das größte Kapital eines Unternehmens.

Viele kleine, aber auch große Konzerne haben das Potenzial erkannt und geben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gelegenheit, sich einzubringen – damit das gesamte Unternehmen profitiert. Jüngstes Beispiel ist VW: Vor wenigen Tagen hat der Wolfsburger Automobilkonzern seine „IdeenBilanz 2013“ veröffentlicht: Demnach haben Volkswagen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland im vergangenen Jahr 62.760 Verbesserungsideen eingebracht, die zu Einsparungen in Höhe von rund 125,7 Millionen Euro führten. Das kreative und innovative Potenzial der Angestellten sollte nicht vergeudet werden – das hat nicht nur der größte Automobilhersteller Europas erkannt.

Welche Art Chef sind Sie? Erlauben Sie sich doch auch einmal, ernsthaft auf Ihr Team einzugehen. Denn es kommt auf die richtige Mischung an: Fordern und Fördern ist keine Binsenweisheit, sondern ein wesentlicher Erfolgsfaktor – für Sie und Ihr Team!

Gerne berate ich Sie zu Führungsstrategien und Teammotivations – Maßnahmen. Sprechen Sie mich an, ich freue mich auf Sie!

Ihre Katharina Vetter

 

Der Wolf im Schafpelz – Der unsichtbare Diktator
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