Teamregeln, Teamvereinbarungen
Teamregeln

Es gibt so einfache und dabei hocheffektive Möglichkeiten, das Arbeitsklima und die Produktivität einer Abteilung oder eines Unternehmens zu steigern. Im letzten Monat habe ich über die Vorteile gemeinschaftlich gefasster Vorsätze geschrieben. Auch und gerade am Arbeitsplatz können sie ungeahnte positive Veränderungen anstoßen. Es lohnt sich also, darauf nochmals genauer, konkreter einzugehen.

Überall, wo viele Menschen auf engem Raum oder an einer Sache arbeiten, können Konflikte entstehen – und meist tun sie das auch in regelmäßigen Abständen und binden Energien, die viel sinnvoller anderweitig eingesetzt werden könnten. Nun geht es überhaupt nicht darum, diese Konflikte zu unterdrücken, sondern einen Weg zu finden, konstruktiv damit umzugehen. Wenn das gelingt, kann die psychische Belastung einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträchtlich gesenkt werden – das dies positive Effekte für das Unternehmen hat, muss ich Ihnen ja nicht erklären.

In eine Gruppenvereinbarung kann zum Beispiel einfließen, wie sich die einzelnen Teammitgliederinnen und -mitglieder den Umgang auf der Arbeit wünschen – und was ausdrücklich nicht gewünscht ist. Hier eine beispielhafte Aufzählung, die je nach Betrieb und Gruppenzusammensetzung natürlich beliebig veränder- oder erweiterbar ist:

  • Respektvoller Umgang
  • Gehört werden/Andere ausreden lassen
  • Probleme offen ansprechen können
  • Meinungsfreiheit/Tolerierung abweichender Meinungen
  • Kompromissbereitschaft und Hilfsbereitschaft
  • Wahrung der Privatsphäre/Verschwiegenheit
  • kein Mobbing/Sensibilisierung für persönliche Angriffe
  • Zusammenhalt

Gruppenvereinbarungen eignen sich hervorragend, um zu erfahren, wie sich das Team eigentlich eine gute Zusammenarbeit vorstellt. Vor allem aber bringt ein gemeinschaftlich verfasster „Verhaltenskodex“ den Vorteil mit sich, dass alle Beteiligten durch ihre Mitwirkung ein größeres Interesse entwickeln, diesen zu befolgen – und schließlich auch jedes Teammitglied von allen anderen daran erinnert werden kann. Vielleicht empfiehlt es sich auch, die übersichtlich zu Papier gebrachte Gruppenvereinbarung im Pausenraum oder der Teeküche gut sichtbar aufzuhängen. Ich bin sicher, dass die einzelnen Punkte immer wieder zum Nachdenken anregen.

Probieren Sie es doch mal aus – mehr als Profitieren können Sie davon nicht!

Ihre Katharina Vetter

Gruppenvereinbarung: Ein Weg zur verbesserten Teamarbeit
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